Informationen zu Hildegard Günzel

 

 

Hildegard Günzel ist die meist dekorierte Puppenkünstlerin der Welt. Sie stellt Puppen seit nunmehr über 40 Jahren her und ist somit maßgeblich an der Geschichte der deutschen Puppenmacherei beteiligt. 

 

Hildegard Günzel wurde 1945 in Tauberbischofsheim geboren. Sie besuchte die Deutsche Meisterschule für Modedesign in München und arbeitete als Designerin für die Mode- und Schmuckindustrie. 1972 begann Sie mit der Puppenmacherei. Ihre heutigen Puppenkreationen sind aus Porzellan und mit einem hautähnlichen Wachsüberzug versehen. 

 

In den frühen 80er Jahren war Hildegard Günzel die erste Künstlerin weltweit, die einen Puppenentwurf freigegeben hat, um es Anfängerinnen im „Puppenmachen“ zu ermöglichen, hiervon Reproduktionen anzufertigen und nach ihren Anleitungen eine Puppe zu bauen. In kurzer Zeit enstand aus dieser Idee eine weltweite Renaissance des Puppenmachens. 

 

1984 organisierte sie Vorträge und Seminare beim ersten Puppenkongress in Australien , dem im selben Jahr die Schweiz folgte. 1985 initiierte und organisierte sie die erste Puppenausstellung antiker und zeitgenössischer Puppenkunst in Japan, 1986 folgte neben fast allen europäischen Ländern auch Neuseeland mit dem ersten Kongress. 

 

 

Sowohl in der  Global Doll Society -  als auch im Verband der europäischen Puppenkünstler e.V. - ist sie sehr stark engagiert und entscheidend an der  Nachwuchsförderung beteilligt.  

 

Seit 1994 entwickelt und produziert sie ihre Porzellanpuppen in ihrer eigenen Porzellanpuppenmanufaktur. Im gleichen Gebäude eröffnete sie 1996 ihr „Museum für zeitgenössische Puppenkunst“. 

 

1996 stellte Hildegard Günzel schließlich ihre erste Kollektion Teddybären vor, die so erfolgreich war, dass sie in 1998 eine eigene Gesellschaft, die „Hildegard Günzel Teddybär GmbH“ gründete.  

 

Alljährlich stellt sie  auf der Nürnberger Spielwarenmesse, auf der IDEX in Orlando (USA), und auf der NEW YORK TOY FAIR (USA), eine neue Porzellanpuppen- und Teddybärkollektion in limitierter Auflage vor. Im Jahre 2006 startete Hildegard Günzel eine neue Linie mit Resin-Edelharz Puppen. 

 

Für den Puppenliebhaber weltweit verfasste sie Bücher, die in deutscher und englischer Sprache erschienen sind. Ihre Publikationen über Modelliertechniken sowie Ihr Video: "Modellieren mit Hildegard Günzel" sind ein absolutes "Muß" für jeden Anfänger der Puppenmacherei. Hildegard Günzel entwirft seit über 39 Jahren Puppen und ist Puppenkünstlerin der ersten Stunde. 

 

Neben vielen internationalen Auszeichnungen wie DOTY AWARD, DOLLS OF EXCELLENCE (USA) und TED worldwide erhielt Hildegard Günzel 1994 in Paris den JUMEAU-Preis für ihr Gesamtwerk und für ihr Buch "Puppenträume". Im August 2003 erhielt sie den DISCOVERY AWARD des Verlages Dollcrafter (USA) - und die besondere Ehrung des Verlages Jones Publishing (USA), den LIFETIME ACHIEVEMENT AWARD für ihr Lebenswerk.

 

 

 

 

 

Von sich selbst sagt sie: 

 

Ich entwerfe Puppen, um meine Träume Gestalt werden zu lassen. Sammlerpuppen sind für mich eine eigene Kunstrichtung und die Weiterentwicklung der antiken Puppe, die seinerzeit als Spielgut für Kinder gedacht war.

 

 

 

 

 

 Karin Schrey über Hildegard Günzel Künstlerpuppen:

 

„Hildegard Günzels Puppen beweisen ebenso ihre Liebe zum Detail. Sei es die atemberaubende Ègérie mit dem verheißungsvollen Kussmund und einem frech frivolem Reifrock in unschuldigem Weiß. Die Künstlerpuppe mit leichter Hand mit einem Drachen. Oder das sanfte reine Gesicht der Puppe Cindarella, die gekleidet in pastellige Erdtöne, den Kontrapunkt zu ersterer bilden könnte. Immer wieder bedient sich Hildegard Günzel für die Details und kostbaren Accessoires, die sie ihren Puppen beigibt, bei dem großen Mythenschatz der Menschheit. Jedes Detail ist nicht bloßes Beiwerk, sondern addiert Sinn zu einer bis ins Kleinste durchdachten Komposition.

 

Als Hommage an die großen Künstler der Renaissance schuf sie sein berühmtes Bild „die Dame mit Hermelin“. Die kostbaren Stoff, die Perlenschnüre, der Schleier, hier hat Hildegard Günzel einen Vorteil gegenüber dem Künstler. Wo ihm nur Pinsel und Farben zur Verfügung standen, kann sie geradezu in opulenten Materialien schwelgen und die Puppen nach Lust und Laune vollenden. Die Meisterschaft Hildegard Günzels beim Modellieren von Gesichtern offenbart sich vollends in der genauen Umsetzung des Gesichtsausdrucks vor allem das typische Lächeln der Dame mit dem Hermelin, das so typisch ist für Leonardo da Vincis Porträt, ist bei „Cecilia“ perfekt gelungen. Ein Detail, das so viel ausmacht, dass es zum beherrschenden Element des Gesichts wird.

 

Allen Geschöpfen Hildegard Günzels liegt eine Idee zugrunde, die in einer Skizze zeichnerisch festgehalten wird. Die Puppenkünstlerin arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien. Jedes hat eigene, andere Gesetze. Nicht alles ist mit allem machbar. Details kommen hinzu, andere werden weggelassen. Am wichtigsten ist Hildegard Günzel die Körpersprache. Alle ihre Puppen sind immer in irgendeinem Moment der Bewegung festgehalten. Anders als eine Skulptur besteht eine Puppe aus vielen Einzelteilen, was die Umsetzung der Bewegung erschwert. Immer wieder muss kritisch geprüft werden: Stimmt der Gesamteindruck der Künstlerpuppe noch, wenn sich die Haltung um Nuancen verändert? Nach und nach gewinnt die Idee Form, nimmt schließlich Gestalt an in einer Puppe, die ein unverwechselbares Individuum ist und als solches Raum für sich beansprucht.

 

Hildegard Günzel rät ihren Sammlern, den Puppen diesen Raum zu gewähren, denn sonst „stört man die Ästhetik“. Diese Puppen sind Kunstwerke, die einen Augenblick Ewigkeit festhalten, einen Moment in der Geschichte, der unverändert bei jedem Betrachten neu geboren wird.“

 

 

 

 Weiter Informationen erhalten Sie unter http://www.hildegardguenzel.com

 

 

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Artikel-Nr: Hildegard Günzel
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